Ratgeber - Speicherofen von der Tonwerk Lausen AG

Die Tonwerk Lausen AG

Die Tonwerk Lausen AG beschäftigte sich seit ihren Anfängen mit der Produktion feuerfester Steine sowie der Kunst, die Energie der Flammen so effizient wie möglich zu nutzen. Zusammen mit einem weltweit bekannten Designerteam und einem Spezialisten für Feuerungstechnik entstanden unsere einzigartigen Speicheröfen, die die Wärme im Kern eines von Tonwerk speziell entwickelten Steins speichern und als angenehme Strahlungswärme abgeben. Ein Feuerungssystem für eine umweltfreundliche und effiziente Holzverbrennung. Kompetenz in Technik und Design, verbunden mit der Handfertigung in unserer Manufaktur, unterstreichen die Individualität unserer Speicheröfen.

Ratgeber


Schornstein

Lassen Sie Ihre Hausschornsteinanlage vor der Installation des Tonwerk Speicherofens unbedingt durch den Schornsteinfeger oder einen Fachmann auf ordnungsgemäßen Zustand und Funktion prüfen. Sie schaffen somit optimale Voraussetzungen für problemloses Heizen.

Wärmebedarf

Was soll mein Tonwerk-Speicherofen können? Möchte ich den Raum ausschließlich mit einem Tonwerk-Speicherofen beheizen, möchte ich die vorhandene Heizung unterstützen, oder möchte ich mein Tonwerk Speicherofen an das zentrale Heizsystem anschließen. In all diesen Fragen unterstütz sie unser Fachhändler.

Fachhändler

Wir von Tonwerk legen größten Wert auf eine fachmännische Kundenbetreuung. Unsere Fachhändler werden geschult und beraten sie zu allen Fragen rund um den Tonwerk-Speicherofen umfassend. Fordern sie den Kontakt des Fachhändlers in ihrer Nähe an, er berät Sie gerne.

Vorbereitung zum Anfeuern

Halten Sie genügend klein gespaltenes Brennholz, umweltfreundliche Anfeuerhilfen sowie Anfeuerholz bereit. Günstig ist es, das Holz einige Tage vor dem Anfeuern in einem warmen Raum zu lagern.

Heizen in der Übergangszeit

Bei feuchtem, nebligem Wetter, Außentemperaturen ab 15°C und in der Übergangszeit ist es ratsam, vor dem Feuern ein „Lockfeuer“ zu entzünden. Dies dient dazu, die kalte, schwere Luft, die im Schornstein steht zu vertreiben und so die thermischen Voraussetzungen für einen optimalen Zug des Schornsteins zu schaffen. Dieses Lockfeuer wird in der Revisionsöffnung des Schornsteins mit Papier solange entfacht, bis der Zug gewährleistet ist.

Dunstabzug und Lüftungsanlage

Dunstabzugshauben und Lüftungsanlagen können den Betrieb ihres Tonwerk Speicherofens beeinflussen. Bitte achten Sie beim gemeinsamen Betrieb auf ausreichende Zuluft.

Austrocknung des Ofenrohrlacks

Während den ersten Befeuerungen kommt es durch Austrocknung des Ofenrohrlacks zu Geruchsbildung. Achten Sie auf die vollständige Befüllung der Brennkammer, nur so erreicht der Tonwerk Speicherofen die optimale Betriebstemperatur und die Lackaustrocknung wird beschleunigt. Sorgen Sie während dieser Phase für eine gute Belüftung des Raums.

Holz entzündet sich nicht beim Anfeuern

  • Verbrennungsluftschieber öffnen
  • Anfeuerholz ungeeignet
  • Holz zu feucht
  • Holzscheite zu dick
  • Ascheschublade voll

Feuerraum verrußt stark | Starke Rußbildung an der Scheibe

  • Verbrennungs-Luftschieber öffnen
  • Holzmenge zu gering
  • Feuchtes oder zu dickes Brennholz

Rauch tritt in den Wohnraum

  • Schornsteinzug sicherstellen, Lockfeuer entzünden
  • Für ausreichende Luftzufuhr sorgen

Was ist Holz?

Wissen Sie, was Sie in den Feuerraum Ihres Tonwerk Speicherofens legen, wenn Sie diesen mit Holz bestücken?
Es sind: 50% Kohlenstoff, 42% Sauerstoff, 6% Wasserstoff, der Rest 2%, mineralische Stoffe, Stickstoff, Öle, Harze, Gerb-und Farbstoff

…das ist Holz!

Woher bekomme ich mein Brennholz?

FERTIGES BRENNHOLZ KAUFEN
Beim Händler kann das fertige, aufgearbeitete Brennholz gekauft werden:
  • Ofenfertig, mindestens zwei Jahre gelagert
  • Vorgetrocknet, ein Jahr gelagert
  • Waldfrisch

Jeder Händler verfügt über ein Holzfeuchtemessgerät, prüfen Sie die gekaufte Ware. Die ideale Restfeuchte von 12% bis 15% sollte nicht überschritten werden!


BRENNHOLZ SELBST AUFBEREITEN
Beim Forstamt, den Waldbesitzern, oder der Gemeinde kann das noch zu bearbeitende Holz eingekauft werden:
  • Liegende Stämme in Wald
  • Aufgearbeitete Stämme am Wegrand

Ob nun selbst geschlagen oder gekauft, wichtig ist:
Das Holz sollte mindestens zwei Jahre getrocknet sein, bevor es verbrannt wird!

Holztrocknung und Lagerung

Einen großen Einfluss auf das Brennverhalten hat der Wassergehalt des Brennstoffs. Ihr Holz sollte möglichst trocken sein. Nur dann kann es viel Wärme abgeben und umweltfreundlich verbrennen. Frisch geschlagenes Holz enthält je nach Jahreszeit und Holzart - zwischen 45 und 60 Prozent Feuchte. Bei optimaler Trocknung sinkt dieser Wasseranteil auf unter 15 Prozent. Dies dauert – je nach Holzart – etwa zwei Jahre, bei manchen Holzarten auch länger.

Holzarten und Heizwert

Der Heizwert beschreibt die bei der Verbrennung von einem Kilogramm Brennstoff unter festgelegten Bedingungen frei werdende Wärmeenergie. Der Heizwert ist auf das Volumen, angegeben als Raum- oder Festmeter, bezogen.
Die verschiedenen Holzarten haben unterschiedliche Heizwerte:

HOLZARTEN HEIZWERT
Laubholz  
Buche, Eiche, Robinie 2100 kWh/rm
Birke 1900 kWh/rm
Ahorn 1900 kWh/rm
Nadelhölzer  
Douglasie, Kiefer 1700 kWh/rm
Lärche 1700 kWh/rm
Fichte, Tanne 1500 kWh/rm

Ein Tonwerk Speicherofen kann mit allen genannten Holzarten betrieben werden!


Maßeinheiten für Holz

fm – Festmeter: Der Festmeter ist ein Raummaß für Holz und entspricht einem Kubikmeter fester Holzmasse.
rm – Raummeter / Ster: Ein Raummeter, Ster, entspricht einem Kubikmeter geschichteter Holzmasse einschließlich der Zwischenräume in der Schichtung. Ein Raummeter entspricht 0,7 Festmeter.
srm – Schüttraummeter: Der Schüttraummeter ist ein Maß für gespaltenes Kaminholz, welches für Handel und Transport geschüttet wird. Ein Schüttraummeter ist  0,7 Raummeter und ca. 0,5 Festmeter.

Was passiert wenn Holz verbrennt?

Verbrennung ist eine rasche, unter Flammenbildung verlaufende Oxidation von Stoffen. Wenn Holz verbrennt, vereinigt sich Sauerstoff aus der Luft mit Kohlenstoff und Wasserstoff aus dem Holz. Dabei wird Energie als Wärme und Licht abgegeben. Die Produkte einer vollständigen Verbrennung sind im Idealfall nur Kohlendioxid, Asche – gebildet überwiegend aus den mineralischen Holzbestandteilen – und Wasser.
Der Verbrennungsvorgang von Brennholz lässt sich grob in drei Phasen einteilen:
Erwärmung und Trocknung, in dieser ersten Phase verdampfen das im Brennstoff gespeicherte Wasser und sonstige leicht flüchtige Stoffe.
Pyrolyse, in dieser zweiten Phase zersetzt sich der Brennstoff bei Temperaturen ab etwa 150°C.
Eigentliche Verbrennung, in dieser dritten Phase reagieren die in den ersten beiden Phasen gebildeten Gase mit zusätzlichem Luftsauerstoff zu Kohlendioxid und Wasser. Auch übrig gebliebene Holzkohle verbrennt mit der Zeit im Glutbett vollständig. Als einziger Verbrennungsrückstand bleibt Asche übrig. Die einzelnen Phasen der Verbrennung lassen sich am offenen Feuer sehr gut betrachten.

Umweltschutz

Durch die Verbrennung von Brennholz wird nur soviel CO2 freigesetzt, wie ein Baum während seines Wachstums aus der Atmosphäre aufgenommen hat.
Stammt der Brennstoff dann noch aus der Umgebung, entstehen durch den Transport keine CO2-Emissionen. Holz, das in den Wäldern verrottet, erzeugt die gleiche Menge CO2 wie bei der Verbrennung.

Allgemeine Sicherheitshinweise

  • Lassen Sie Kinder nie alleine oder unbeaufsichtigt an der brennenden Feuerstelle
  • Beziehen Sie die Kinder beim Umgang mit der Feuerstelle mit ein
  • Jeder Ofen wird beim Befeuern heiß, es besteht Verbrennungsgefahr
  • Vermeiden Sie das Berühren der Außenflächen während des Betriebes
  • Verbrennen Sie keine Abfälle oder lackiertes Holz
  • Die Asche erst nach dem vollständigen Auskühlen entsorgen
  • Bei defekten Dichtungen informieren Sie umgehend den Fachhändler
  • Beachten Sie unsere Hinweise in der Bedienungsanleitung und betreiben Sie somit aktiven Brand- und Umweltschutz

Unsere Fachhändler werden geschult und beraten sie zu allen Fragen rund um den Tonwerk-Speicherofen umfassend.

Fordern sie den Kontakt des Fachhändlers in ihrer Nähe an, er berät sie gerne.